Allrad ist nicht

                 gleich Allrad ...


Es gibt Weltenbummler die hoffen mit einem normalen „Allrad“ Wohnmobil kann man gut gerüstet problemlos um die Welt schaukeln oder quer durch Afrika reiten. Aber die „Strassen“-Zustände in Afrika haben das Material bis über seine Belastungsgrenze gefordert.., ihre Reise endet mit einem Differenzialschaden auf der Schlagloch/Weichsand-Strecke zwischen Tamanrasset und Assamaka, der Grenze zum Niger.


Allrad ist eben nicht gleich Allrad, für normale Strassenfahrgestelle mit „Allrad“ reicht es eben nur für die Befahrung von nassen Wiesen oder leicht schlammigen Waldpisten, bis hin zu kurzen Strandbefahrungen.., aber nicht für den harten Geländeeinsatz.


Im Schneckentempo geht es vorsichtig und nur mit Frontantrieb nach Tam zurück, dort geht die Suche nach einer Werkstatt los. Schlussendlich zerlegt Toms-Backup Service das Fahrzeug direkt vor dem Internet Café, dem einzigen Platz mit Ruhe & glattem Betonboden.


Das eigentlich Schwierigste ist es ein paar stabile Auffahrrampen zu finden, damit das Fahrzeug sicher und hoch genug aufgebockt werden kann.


> Glück im Unglück <


Während der Internetbetreiber sich rührend um seine Kundschaft kümmert, gelingt es dem ADAC innerhalb einer Woche doch tatsächlich das georderte Ersatzteil, -ein komplettes Hinterachs-Differenzial- mit Air Algier aus Italien einzufliegen.  Innerhalb nur eines halben Tages klappt es, das teure Neuteil aus dem Zoll zu bekommen und es kann endlich mit der Reparatur los gehen.


> Der Flugzeug Gau <


Während wir gerade unsere deutsche Camping-Gasflasche auf einer Tankstelle nachfüllen, gibt es einen gewaltigen Knall, der die ganze Stadt wach rüttelt, derweil eine fette Rauchwolke gen Himmel steigt. Das Flugzeug, welches am Morgen noch das neue Differential brachte ist beim Start zurück Richtung Algier abgestürzt, nur wenige der Insassen überleben. Ein schwarzer Tag in der Geschichte der algerischen Luftfahrt. Im ganzen Ort herrscht grosse Trauer, denn viele Fluggäste aus Algier hatten hier in Tam ihre Verwandten besucht.


Wir hingegen versuchen das besagte Teil aus zu tauschen. Nach einem Tag Schrauben kann die Reise weiter gehen.., allerdings zurück nach Deutschland. Hier ist Ute und Florian klar geworden, dass man mit ihrem „Plastikbomber“ nicht durch solche Länder fahren sollte, ohne ihn total zu zerstören. Mit ihrem „Allradler“ kann man wohl mal auf einen flachen Strand oder auf eine feuchte Wiese fahren.., aber nicht über solche Mammut-Strecken, die das Material bis zum Maximum belasten.



Für die Fortsetzung der Reise musste ein anderes Fahrzeug her.., die Wahl fällt auf einen luftgekülten Magirus Deutz Werkstattwagen der Deutschen Bundesbahn.

Erst mal Aufbocken

    um die Lage zu peilen

Aluguss.., das Gehäuse einfach gesprengt, da geht auch nix mehr auf „afrikanisch“

In ganz Tamanrasset   traut sich keine Werkstatt an das Projekt ran,

   Toms-Backup Service ist zufällig in der Nähe und kann helfen

Auf dem Hinterhof geht‘s auch...

Materialfehler oder zu schwach ausgelegt..?

Das Gehäuse ist an der Oberseite geplatzt

Wenigstens können wir bei der Tageshitze im Schatten arbeiten.

Projekt 2003

D I F F E R E N T I A L S C H A D E N   A L G E R I E N
EXPEDITIONEN
FOTO SAFARIS
Technik Support & SERVICE
  Und noch was... „TOMS-BACKUP“ ist WERBEFREI und wird NICHT GESPONSERT !
                        Denn nur wer frei ist kann seine Persönlichkeit voll entfalten !
Gearbox Desaster Algeria...